UK-Interviev mit Pfarrer Hans-Paul Ullrich

Bild:  Arnd Röbbelen

Am Sonntag, dem 12. Januar 2020 hat unser Superintendent Reiner Rimkus Pfarrer Hans-Paul Ullrich in einem Festgottesdienst in der Auferstehungskirche in sein Amt als Gemeindepfarrer der Kirchengemeinde Wanne-Eickel eingeführt. Hans-Paul Ullrich ist Nachfolger von Kurt Blecher im Bezirk Wanne. In unserer UK-Reihe „Fünf Fragen an…“ hat uns Hans-Paul Ullrich folgende Antworten gegeben:

UK: Pfarrer Ullrich, was ist Ihre Lieblingsjahreszeit?
Ullrich: Ich liebe den Frühling, wenn das neue Leben sich im frischen Grün zeigt und die ersten warmen Sonnenstrahlen die kalte und dunkle Jahreszeit vertreiben. Auch dem Sommer mit seiner Wärme und seinen langen Tagen und lauen Abenden kann ich viel abgewinnen.

UK: Was ist Ihr Lieblingsort?
Ullrich: Das ist schwieriger zu beantworten, da ich meinen Lieblingsort dort finde, wo die Menschen sind, die ich liebe und mit denen ich mich verbunden fühle. Das ist dann mein Zuhause und zugleich mein Lieblingsort, an den ich immer wieder gerne zurückkomme, auch um neue Kraft zu tanken und meine innere und äußere Ruhe zu finden. Mein Lieblingsort ist der Ort, an dem ich das Gefühl habe „Hier gehöre ich hin!“

UK: Was ist Ihr liebstes Urlaubsziel?
Ullrich: Ich habe kein „liebstes Urlaubsziel“. Jedes Land, das ich bisher bereist habe, hatte seinen ganz eigenen Reiz. Ob Indien, China, Afrika oder die Länder Europas – ich suche in jedem Land das Exotische, das, was ich noch nicht kenne. Gerade das, was mir bisweilen fremd erscheint, erweckt meine Neugier.
Polen, Estland, Lettland, Litauen waren die Länder, die wir in den letzten Sommern bereist haben. Im Oktober waren meine Frau und ich rund 330 km mit dem Fahrrad von Rothenburg ob der Tauber nach Regensburg im Altmühltal unterwegs. Auch das haben wir sehr genossen.
Die vielfältigen Eindrücke, die ich während meiner Urlaubsreisen sammeln konnte, lassen mir keine Chance, nur ein liebstes Urlaubsziel zu haben.

UK: Was fasziniert Sie am Pfarrberuf am meisten?
Ullrich: Das ist für mich leichter zu beantworten. Es sind die unterschiedlichsten Begegnungen mit Menschen und es ist der Auftrag und die Leidenschaft, von Jesus Christus und Gottes Liebe zu uns Menschen zu erzählen und Zeugnis abzulegen. Der Pfarrberuf bietet so vielfältige Aufgaben und Herausforderungen, denen ich mich gerne stelle – ob in der Schule oder in der Gemeinde, ob beim gemeinsamen Beten, Arbeiten oder Feiern. In der Gemeinschaft mit Menschen und mit Gott werde ich immer wieder neu fasziniert.

UK: Welches Ereignis hat Sie in der letzten Zeit am meisten bewegt?
Ullrich: Der Abschied von der Schule. Kolleginnen und Kollegen sind mir vertraut und lieb geworden. Schülerinnen und Schüler mit ihrem Suchen, ihren Fragen, ihren Problemen und ihrer Kritik sind mir wichtig und häufig über mehrere gemeinsame (Schul-)Jahre hinweg ans Herz gewachsen.
Wenn diese Menschen mir dann sagen, dass auch sie mich wertschätzen, manche mich auch vermissen werden, dann berührt mich das und macht mir den Abschied schwer, lässt mindestens in einem meiner Augen Tränen aufsteigen.
Auf der anderen Seite bewegen mich die vielen guten Begegnungen und die offenen Arme und Herzen, die ich bereits in meinem Pfarrbezirk in Bickern und in der Gemeinde erleben durfte. Das lässt dann mein anderes Auge vor Freude strahlen.
Etwas zurück liegt ein Moment, an den ich gerne zurückdenke. Es war der Gottesdienst anlässlich der Vereinigung zur Evangelischen Kirchengemeinde Wanne-Eickel. Dieser Gottesdienst hat mich sehr bewegt, und ich dachte „Ja, in dieser Gemeinde will ich gerne Pfarrer sein!“ (Das Interview wurde auf der Facebookseite des Kirchenkreises Herne gepostet)

Hier findet Ihr ein paar Impressionen vom Einführungsgottesdienst fotografiert von Arnd Röbbelen

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